Altkolorierte Umrißradierung gestochen von Georg Adam in Nürnberg 1808. Gezeichnet von G.H. Speissegger touchiert von G.A. Touchmoulin in Regenspurg. Dieser äußerst seltene großformatige Kupferstich liegt hier in einem einzigartigen Zustandsdruck vor der Schrift vor. Gedruckt auf kräftiges Papier, im weißen Unterrand, ausserhalb der Darstellung, ein älterer Wasserrand. Selten in so schönem Altkolorit der Zeit.
Original Kupferstich, unkoloriert ohne Angaben zum Stecher, Verleger und dem Druckort. Dargestellt wird die freie Reichsstadt Regensburg hier in Form eines Flugblatts veröffentlicht zum Regensburger Kurfürstentag. Die Ansicht von Norden wurde in verkleinerter Form von der prachtvollen Ansicht von Joris Huefnagel aus dem Städtebuch von Georg Braun und Franz Hogenberg übernommen. In der rechten unteren Ecke die ausführliche Legende (A-O) mit Angaben zu den Flüssen, Wegen, Toren, Klöstern und wichtigen Gebäuden. Zentral über der Stadt mit Darstellung des Reichsadlers des Heiligen Römischen Reiches, der in seinen Krallen eine Tafel mit einer Huldigung an Kaiser Ferdinand II. hält. Rechts daneben das Regensburger Stadtwappen mit den beiden Schlüsseln. 1630 Ferdinand II. veranstaltete eine Wahlversammlung in Regensburg, die am 15. Juni begann. Bei diesem Ereignis wollte der Kaiser besonders seinen Sohn Ferdinand als Prätendenten zum römischen Kaiser drängen. Die protestantischen Herrscher von Sachsen und Brandenburg weigerten sich an der Versammlung teilzunehmen. Am Ende kamen nur katholische Prinzen. Auf Wunsch der Wählerschaft ging es in erster Linie um die Absetzung von Wallenstein aus seiner machtvollen Position als kaiserlicher Generalissimus. Nach langwierigen Verhandlungen und nachdem sie alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel benutzt hatten, um den Kaiser unter Druck zu setzen, drängten die Versammlungsmitglieder auf Waldsteins Entlassiung. Dies war eine äußerst ernste Entscheidung und ihre Folgen gingen später auf den Kaiser zurück. Der Fortschritt und die Ergebnisse der Versammlung zeigten, dass Kaiser Ferdinand II ziemlich machtlos und inkompetent war. Der Grund dafür liegt auch in der Art und Weise, in der er das Reich regierte, welche in dieser Form im 17. Jahrhundert Form nicht mehr geeignet war.
Original Kupferstich, mit sechszeiligem Titel und dreispaltigem beschreibenden Text. Seltenes Flugblatt des 30-jährigen Krieges mit Planansicht der Belagerung von Regensburg von Süden aus der Vogelschau. Die seltene Karte zeigt die Belagerung der Stadt Regensburg von Süden hinweg über Kloster Prüll und mit dem Galgenberg. Die Karte mit detaillierten eingezeichneten Truppen, Stellungen, Beschiessungen, Wegen, Feldlagern, etc. Rechts unten im Kartenbild ausführliche Legende (A-K). Darunter ansetzter gedruckter sechszeiliger Titel und ausführlicher beschreibenden dreispaltiger Text. Die bekannte Karte des ,Abris der Belagerung der Stadt Regenspurg' im Dreißigjährigen Krieg hier mit dem äußerst seltenen beschreibenden Text.
Original Kupferstich, gestochen von Georg Hüpschman. Ansicht der Dreifaltigkeitskirche von Westen. Die Dreieinigkeitskirche (ursprünglicher Name: Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit) ist eine frühbarocke säulenlose Saalkirche in der Altstadt von Regensburg. Die Kirche wurde von 1627 bis 1631 nach Plänen von Hanns Carl erbaut, war eine der ersten evangelisch-lutherischen Kirchenneubauten in Bayern und galt als größter Kirchenneubau der ehemaligen freien Reichsstadt Regensburg. Imposante Dartellung der Dreieinigkeitskirche zu Regensburg, prachtvoll verziert mit verschiedenen Kartuschen und Legenden. Oben mittig die die Titelkartusche , gehalten von 2 Puttos, rechts und links in den Wolken, ebenfalls gehalten von Engeln zwei Wappenschilder mit dem Reichsadler und den Schlüsseln der freien Reichsstadt Regensburg. Am linken Rand ein Sinnspruch zur ,Hochheiligen Dreifaltigkeit', sowie rechts und im Unterrand drei weitere dekorative Kartuschen mit Hinweisen zu den Bauherren und Baumeistern Johann Carl aus Nürnberg und Rudolf Ströhlein aus Regensburg. Nach Einführung der Reformation in Regensburg im Jahr 1542 dienten den Protestanten die Oswaldkirche und die Neupfarrkirche als gottesdienstliche Versammlungsorte. Zudem stand seit 1563 die Dominikanerkirche St. Blasius als Simultankirche zur Verfügung. Nachdem 1626 die Dominikaner die gemeinsame Nutzung ihrer Kirche durch den Reichshofrat untersagen ließen und nur bis 1628 eine Übergangszeit gewährten, beschloss der Rat der freien Reichsstadt Regensburg im Februar 1627 eine neue Kirche zu bauen.[2] Der Kirchbau war durch eine finanzielle Entschädigung der Dominikaner möglich geworden. Außerdem hatte sich die evangelische Gemeinde sehr stark vergrößert, weil viele aus Böhmen und Österreich vertriebene Protestanten in Regensburg Zuflucht gefunden hatten. Auch diese Exulanten unterstützten den Bau der Kirche mit erheblichen Mitteln. Einige von ihnen wurden später auf dem südlich der Kirche liegenden Gesandtenfriedhof begraben. Die Planung des Kirchbaus begann 1627 mit einem Entwurf des Architekten Mathias Stang aus Pfalz-Neuburg, dessen Entwurf sich nicht vom zeitgenössischen italianisierenden Stil des katholischen Kirchbaus unterschied und vom Rat der Stadt abgelehnt wurde. Der noch im gleichen Jahr neu berufene Nürnberger Architekt Hanns Carl präsentierte zunächst einen extrem konservativen, gotisierenden Entwurf, der auch keinen Anklang fand. Der vom Rat der Stadt dann akzeptierte zweite Entwurf präsentierte einen Kompromiss zwischen Nachgotik und frühbarocker Moderne. Erst zehn Jahre später kam es dann in Regensburg mit dem Bau des barocken Karmelitenklosters am Alten Kornmarkt zum Bruch mit den mittelalterlichen Traditionen. (Wikipedia)
Original Kupferradierung, handsigniert und datiert. Manfred Sillner wurde 1937 in Berlin geboren. Zunächst als Lehrer arbeitend begann er 1965 das Studium der Malerei und Grafik an der Akademie der bildenden Künste in München. Seit 1975 arbeitete er als freischaffende Künstler zunächst in Berlin und seit 1989 in Kelheim. Abgebildet wird die heilige Maria mit Jesus als Kind auf dem Arm. Im Hintergrund die Alte Kapelle am Kornmarkt als Innen- und Außenansicht. Unten rechts mit Bleistift handsigniert und datiert (20)02.
Original Kupferstich, gestochen u. gezeichnet von J. F. Goez. Blick auf Donaustauf mit der Salvatorkirche und der Holzbrücke über die Donau. Im Vordergrund ländliche Darstellung mit Wanderer und Bauer mit seinen Kühen. Im Hintergrund der Scheuchenberg.
Original Aquatintaradierung, rechts unten monogrammiert und datiert,HE fecit 1821'. Blick vom Wöhrd über die Donau auf die Steinerne Brücke, den Dom und Teile der Altstadt. Seltene Darstellung der Stadt Regensburg mit der Steinernen Brücke aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ausgeführt als Aquatintakupferradierung. Im Vordergrund, auf der heutigen Jahninsel, Arbeiter die einen Baumstamm befestigen und bearbeiten. Auf einem weiteren Baumstamm in der Mitte unten ist das Monogramm,HE fecit 1821' des Stechers eingraviert. Es handelt sich wohl hier um den Regensburger Maler, Zeichner und Graphiker Elsberger Heinrich Albert David (1777-1853 Regensburg). Dieser war auch Inhaber einer lithographischen Anstalt in Regensburg. An Rändern alt auf Karton montiert, dadurch Falten im Papier. Sehr guter Abdruck von diesem seltenen Blatt.
Original guachiertes Aquarell, wohl um 1830. Fein ausgeführtes original Aquarell der späten Biedermeierzeit mit Darstellung des Tegernheimer Kellers, im Hintergrund die Landschaft Richtung Regensburg mit dem Keilberg. Äußerst selten.
Original antique Lithographie, unkoloriert. Die Darstellung zeigt den Ort Donaustauf ( im Landkreis Regensburg), mit der Salvatorkirche und der Burgruine darüber und der Walhalla im Hintergrund. Im Vordergrund figürliche Staffage und auf der Donau fährt ein Schaufelraddampfer.
Original antike Lithographie, handkoloriert. Blick auf Donaustauf bei Regensburg. Oberhalb der Ortschaft ist die Salvatorkirche und die Burgruine. Der Berg hinterhalb noch ohne die Walhalla, die erst 1846 dort fertiggestellt wurde.
Original Kupferstich um 1810-30 gedruckt u. verlegt in Paris bei Jean, rue St. Jean de Beauvaise. Gestochen von Lebeau nach einem Gemälde von Naudet. Lebhafte großformatige Darstellung der Erstürmung der Stadt Regensburg am 23. April 1809 durch die französischen Truppen. Im Vordergrund der verwundete Napoleon Bonaparte. Unterhalb des Titels mit ausführlichem französischem Text zum Ereignis.
Original Siebdruck, wohl in den 1970er Jahren gedruckt und verlegt bei der Siebdruckerei Pospieszczyk und Wells in Regensburg, rechts unten signiert. Gedruckt auf breitrandiges Büttenpapier (49 x 53 cm). Blick über die Steinerne Brücke auf den Dom St. Peter und die Altstadt von Regensburg. Otto Baumann absolvierte in den Jahren 1920 bis 1927 eine Lehre als Dekorationsmaler und das Studium an der Kunstgewerbeschule in Köln bei Robert Seuffert. Von 1927 bis 1934 folgte das Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Ludwig von Herterich und Karl Caspar. Ein weiterer Ausbildungsaufenthalt führte ihn zwischen 1927 und 1930 nach Paris an die Académie Colarossi. Ab 1929 folgten verschiedene Reisen nach Frankreich, Italien, Spanien, England, Jugoslawien und Griechenland. So zog es ihn nochmals1930 bis 1931 nach Frankreich, in die Normandie und nach Paris mit seinem Freund, dem Maler Fritz Harnest. Otto Baumann lebte in den Jahren 1934 bis 1959 als freier Künstler in Oberndorf bei Regensburg. Er erlebte nach 1959 weitere intensive Schaffensjahre, und viele Auszeichnungen reihten sich aneinander. 1961 erhielt er den Kulturpreis Ostbayern, 1966 den Kulturförderpreis der Stadt Regensburg, 1972 die Albertus-Magnus-Medaille der Stadt und 1984 den Kulturpreis des Bayrischen Waldvereins. Er verstarb im Juli 1992 in Regensburg.
Original Siebdruck, rechts unten datiert und signiert. Exemplar 33 / 50. Gedruckt auf Büttenpapier (53 x 58 cm). Blumenstillleben mit Vase, gedruckt und verlegt beim Künstler 1983 in Regensburg. Dekoratives Stillleben, tadellos verrahmt in schöner Altsilberleiste, in tadellosem Erhaltungszustand. Die Grafik wurde von uns im Rahmen examiniert. Otto Baumann absolvierte in den Jahren 1920 bis 1927 eine Lehre als Dekorationsmaler und das Studium an der Kunstgewerbeschule in Köln bei Robert Seuffert. Von 1927 bis 1934 folgte das Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Ludwig von Herterich und Karl Caspar. Ein weiterer Ausbildungsaufenthalt führte ihn zwischen 1927 und 1930 nach Paris an die Académie Colarossi. Ab 1929 folgten verschiedene Reisen nach Frankreich, Italien, Spanien, England, Jugoslawien und Griechenland. So zog es ihn nochmals1930 bis 1931 nach Frankreich, in die Normandie und nach Paris mit seinem Freund, dem Maler Fritz Harnest. Otto Baumann lebte in den Jahren 1934 bis 1959 als freier Künstler in Oberndorf bei Regensburg. Er erlebte nach 1959 weitere intensive Schaffensjahre, und viele Auszeichnungen reihten sich aneinander. 1961 erhielt er den Kulturpreis Ostbayern, 1966 den Kulturförderpreis der Stadt Regensburg, 1972 die Albertus-Magnus-Medaille der Stadt und 1984 den Kulturpreis des Bayrischen Waldvereins. Er verstarb im Juli 1992 in Regensburg.
Original Stahlstich, unkoloriert. Gestochen nach einer Zeichnung von Capt. Batty. Außergewöhnliche Darstellung von oben auf Donaustauf, die Burgruine und die Donau in Richtung Regenburg. Im Vordergrund ein Paar das die Aussicht genießt.
Original Stahlstich, in späterem Handkolorit. Blick von Westen auf den Regensburger Dom mit Teilansicht des Domplatzes. Original handkolorierter Stahlstich, gedruckt und verlegt um 1844 in London, erschienen in der Donaubeschreibung von Beattie. Gestochen von E. Challis nach einer Vorzeichnung von William Henry Bartlett.
Original Kupferradierung, unkoloriert, mit beschreibendem Text in einspaltigem Typendruck im Unterrand. Guter Abdruck dieser unbekannten Variante als Kupferradierung der Darstellung der Pilgerfahrt zur schönen Maria in Regensburg. Bereits 1519 schuf Michael Ostendorfer einen Holzschnitt mit der Darstellung der Pilgerfahrt zur schönen Maria in Regensburg. Der Holzschnitt Ostendorfers erschien in verschiedenen Auflagen und Druckzuständen bis hin zur Ausgabe bei Derschau um 1800. Die Publizierung unseres Flugblattes, welches am unteren Ende der Darstellung einen zweizeiligen Titel und einen fünfzehnzeiligen beschreibenden Textes mit der Datierung ,1610' aufweist, dürfte in Anlehnung oder als Kopie des Holzschnitts von Ostendorfer geschaffen worden sein. Interessanterweise wurde auch der komplette beschreibende Text des Unterrandes ohne Veränderungen im Text vom Holzschnitt übernommen. Lediglich das Jahr der Publikation, nämlich ,1610' wurde am Ende der letzten Zeile hinzugefügt. Diese Originalgrafik dürfte außerordentlich selten sein, wir konnten kein weiteren Exemplar davon lokalisieren.
Original Kupferradierung, gestochen von Jacob Andreas Fridrich. Dieses seltene Flugblatt zeigt das Pestlazarett am Unteren Wöhrd in Regensburg mit Weichs, dem Weichser Schloß und dem Keilberg im Hintergrund. Die Darstellung umfasst die nähere Umgebung des Pestlazaretts am unteren Wöhrd mit vielen Details. Durch das Eingangstortor fährt der abgedeckte Totenwagen und eine Sänfte zum Antransport der Kranken. Eine Versammlung zum Gottesdienst, ein offener Totenwagen und Darstellung von Totengräbern bei der Aushebung von Gräbern im Lazarettfriedhof. Die Darstellung ist von einer sehr dekorativen floralen Kartusche mit Putten, dem kaiserlichen -und dem Regensburger Wappen, sowie in vier weiteren ovalen Darstellungen mit Allegorien zur wohlhabenden Regensburger Gesellschaft, zur Busse und Gottes Zorn ausstaffiert.
Original Tuschfederzeichnung. Westansicht des Regensburger Doms mit figürlicher Staffage und detaillierter Teilansicht von St. Johann und der Residenz des Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg am sudwestlichen Teil des Domplatzes. Original Handzeichnung auf festem wohlerhaltenem Papier, getuschter Einfassungslinie, im Unterrand handschriftlicher Titel,Der Dom zu Regensburg gezeich: v: Ig:Einsele. 1855/6'. Ignaz Einsele war der letzte der Freisinger Steinmetzfamilie Einsele, der diesen Beruf ausübte. Seine umfangreichen karitativen Betätigungen machten ihn in ganz Freising berühmt und beliebt und brachten ihm den Ehrennahmen „Wohltäter des Waisenhauses" ein. Dank des von ihm gespendeten Grabdenkmals der Familie, kann man seine Abstammung bis Matthias Einsele, der vor allem für seine Mitarbeit bei der Gestaltung des Kloster Weltenburgs bekannt war, zurück verfolgen.
Original Stahlstich, gedruckt und verlegt um 1845-50, erschienen in der Folge „Das Regensburger Vergissmeinnicht" von Adalbert Müller. Gestochen nach einer Vorzeichnung von Bernhard Grueber. Dargestellt wird der Keller zu Tegernheim um 1845.
Abdruck um 1980 von der original Kupferstichplatte, gedruckt auf Kupferdruckpapier um 1970-80. Im Jahre 1586 fand in der Reichsstadt Regensburg ein großes Freischießen mit der Armbrust statt. Die Jubiläumsfeier 1786 konnte wegen dem Krieg zwischen Österreich und den Türken nicht stattfinden. Zwei Jahre später, im August 1788 wurde dann die 200. Jubiläumsfeier gefeiert. Der große Auszug mit Musik, Fahnen und Jungfrauen in alter und neuer Tracht. Austeilung von eigens darauf geprägten Medaillen... Der Kupferstecher Johann Mayr fertigte zu diesem Ereignis zwei Kupferstiche an, die den Schützenaufzug und die Illumination des Stahlzwingers zum Gegenstand haben. Auf dem ersteren steht die Widmung in einem breiten Schriftband: „Der löblichen Stahlschützengesellschaft in der des Heil. Röm. Reichs freien Stadt Regenburg widmet diese 2 Abbildungen zum Zeichen seiner Hochachtung und zum Andenken für die Nachkommenschaft, Iohann Mayr Schriftstecher in Regensburg." Der Schützenaufzug ist im Augenblick des Abmarsches vom Haidplatz in seiner Gesamtheit dargestellt.
Original Holzschnitt, unkoloriert, deutsche Textausgabe, auf dem vollen Textblatt. Wohl hier die zweite deutsche Textausgabe aus dem Jahr 1500 mit der ersten Zeile in der zweiten Spalte: ,Im Bayerland sind fünff bischofflicher stett.' Blick von Norden über Stadtamhof und die Donau auf die mittelalterliche Stadt Regensburg. Diese Ansicht der Stadt Regensburg gehört zu den frühesten gedruckten authentischen Darstellungen Regensburgs. Sie fand erstmals in Hartmann Schedels ,Liber Chronicarum' 1493 in Nürnberg Verwendung. Knapp drei Jahre später, am 18. September 1496 erschien bei dem Augsburger Drucker Johann Schönsperger dem Älteren (verstarb 1521) ein im Format verkleinerter Nachdruck der deutschen Ausgabe der Weltchronik von Hartmann Schedel. Die Holzschnitte wurden nachgeschnitten und kamen verkleinerter Form zur Verwendung. Am 1. Februar 1497 folgte auch eine lateinische Textausgabe. Für Schönsperger war das Werk anscheinend von Erfolg, denn im Jahr 1500 legte er die deutsche Ausgabe erneut auf. Schönsperger war beim Absatz der lateinischen und deutschen Ausgabe der ,Schedelschen Weltchronik' erfolgreicher als Koberger mit seinen Ausgaben der Weltchronik. Er verpflichtete dafür einen anonymen Reißer, den ,Meister der Augsburger Schedelchronik', der anspruchsvolle Holzschnitte schuf und dabei die Nürnberger Vorbilder variierte. Die grafische Manier der Umrisszeichnungen, die für die Augsburger Buchholzschnitte bis dahin charakteristisch war, ersetzte er durch eine malerische Vorgehensweise. Die Vermutung bleibt, dass es sich bei diesem Künstler um Thoman Burgkmair (1444–1523) gehandelt habe, den Vater Hans Burgkmairs, der bei Johann Bämler als Brief- und Buchmaler ausgebildet worden war. ,Schönsperger richtete 1481 zusammen mit dem Goldschmied Thomas Rüger († 1483) eine Druckerei ein und arbeitete eng mit seinem Stiefvater Johann Bämler († 1503)[1] zusammen. Das Unternehmen konnte zusammen mit anderen Augsburger Druckern in der Zeit zwischen 1480 und 1500 den Buchmarkt für deutsche Literatur in Augsburg beherrschen. 1507 ging Schönsperger Teilkonkurs und erholte sich finanziell nicht mehr. Im Jahr 1508 wurde er vermutlich auf Vermittlung Konrad Peutingers zum geheimen Drucker Kaiser Maximilians I. Er druckte für den Kaiser den „Theuerdank" und das Gebetbuch für den St.-Georgs-Orden. Die für die beiden Projekte entworfenen Typen sind Markstein in der Entwicklung der Fraktur. Berühmt wurden auch seine Bibeln (Schönsperger-Bibeln) von 1487 und 1490 (vgl. den Artikel Vorlutherische deutsche Bibeln). 1497 erschien in Schönspergers Druckerei in Augsburg der sogenannte „Kleine Schedel", eine gekürzte Ausgabe der Schedelschen Weltchronik. Da dieser Raubdruck auf schlechterem Papier gedruckt war, ist die Augsburger Ausgabe heute noch seltener als das Nürnberger Original. Johann Schönsperger war Vater von Johann Schönsperger dem Jüngeren (geboren um 1480)' (Wikipedia).
Original Holzschnitt, in späterem Handkolorit, deutsche Textausgabe, auf dem vollen Textblatt. Wohl hier die erste Ausgabe aus dem Jahr 1497 mit der ersten Zeile in der zweiten Spalte: ,Im Bayerland sind .v. bischoff-lich stett.' Blick von Norden über Stadtamhof und die Donau auf die mittelalterliche Stadt Regensburg. Diese Ansicht der Stadt Regensburg gehört zu den frühesten gedruckten authentischen Darstellungen Regensburgs. Sie fand erstmals in Hartmann Schedels ,Liber Chronicarum' 1493 in Nürnberg Verwendung. Knapp drei Jahre später, am 18. September 1496 erschien bei dem Augsburger Drucker Johann Schönsperger dem Älteren (verstarb 1521) ein im Format verkleinerter Nachdruck der deutschen Ausgabe der Weltchronik von Hartmann Schedel. Die Holzschnitte wurden nachgeschnitten und kamen verkleinerter Form zur Verwendung. Am 1. Februar 1497 folgte auch eine lateinische Textausgabe. Für Schönsperger war das Werk anscheinend von Erfolg, denn im Jahr 1500 legte er die deutsche Ausgabe erneut auf. Schönsperger war beim Absatz der lateinischen und deutschen Ausgabe der ,Schedelschen Weltchronik' erfolgreicher als Koberger mit seinen Ausgaben der Weltchronik. Er verpflichtete dafür einen anonymen Reißer, den ,Meister der Augsburger Schedelchronik', der anspruchsvolle Holzschnitte schuf und dabei die Nürnberger Vorbilder variierte. Die grafische Manier der Umrisszeichnungen, die für die Augsburger Buchholzschnitte bis dahin charakteristisch war, ersetzte er durch eine malerische Vorgehensweise. Die Vermutung bleibt, dass es sich bei diesem Künstler um Thoman Burgkmair (1444–1523) gehandelt habe, den Vater Hans Burgkmairs, der bei Johann Bämler als Brief- und Buchmaler ausgebildet worden war. ,Schönsperger richtete 1481 zusammen mit dem Goldschmied Thomas Rüger († 1483) eine Druckerei ein und arbeitete eng mit seinem Stiefvater Johann Bämler († 1503)[1] zusammen. Das Unternehmen konnte zusammen mit anderen Augsburger Druckern in der Zeit zwischen 1480 und 1500 den Buchmarkt für deutsche Literatur in Augsburg beherrschen. 1507 ging Schönsperger Teilkonkurs und erholte sich finanziell nicht mehr. Im Jahr 1508 wurde er vermutlich auf Vermittlung Konrad Peutingers zum geheimen Drucker Kaiser Maximilians I. Er druckte für den Kaiser den „Theuerdank" und das Gebetbuch für den St.-Georgs-Orden. Die für die beiden Projekte entworfenen Typen sind Markstein in der Entwicklung der Fraktur. Berühmt wurden auch seine Bibeln (Schönsperger-Bibeln) von 1487 und 1490 (vgl. den Artikel Vorlutherische deutsche Bibeln). 1497 erschien in Schönspergers Druckerei in Augsburg der sogenannte „Kleine Schedel", eine gekürzte Ausgabe der Schedelschen Weltchronik. Da dieser Raubdruck auf schlechterem Papier gedruckt war, ist die Augsburger Ausgabe heute noch seltener als das Nürnberger Original. Johann Schönsperger war Vater von Johann Schönsperger dem Jüngeren (geboren um 1480)' (Wikipedia).
Original Kupferstich, unkoloriert. Der Prospekt zeigt detailliert Regensburg mit den Bestestigunganlagen, die die Altstadt umgeben. Detailliert auch im Hintergrund der der Regenfluß, auch mit eingezeichneten Hinweisen auf Reinhausen, Lappersdorf und Sallern. Beeindruckende Gesamtansicht auf Regensburg von Süden. Im Unterrand mit ausführlicher Legende (1-38). Seltene Ansicht der freien Reichsstadt Regensburg von Süden aus gesehen. Johann Philipp Steudner war ein Augsburger Verleger, Kunst- und Buchhändler des 17. Jahrhunderts, tätig um 1681–1704. Der Kupferstich wurde wohl auch von Johann Philipp Steudner gestochen.